Betriebsurlaub: 24.12.2025 - 6.1.2026

Green is the New Black!

Höchste Zeit für Nachhaltigkeit

In den letzten Jahren und Jahrzehnten ist das Interesse an Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein stark gestiegen. Kein Wunder, bei der drohenden Gefahr des Klimawandels! Passivhäuser, Photovoltaikanlagen, E-Autos, etc: Immer mehr Menschen achten bei der Kaufentscheidung auf die Nachhaltigkeit ihrer Produkte. 

Unternehmen nutzen zunehmend „grüne“ Marketingstrategien, um Verbraucher:innen anzusprechen. Doch nicht alles, was grün erscheint, ist auch wirklich nachhaltig! Die dunklere Seite des Marketing: Greenwashing. Das bezeichnet gezielte Falschinformation. Dem Kunden wird vorgespielt, ein Produkt oder ein Unternehmen sei grüner und nachhaltiger als es eigentlich ist. Greenwashing ist nicht nur irreführend. Es schadet auch dem Vertrauen der Verbraucher:innen und behindert den Fortschritt in Richtung echter Nachhaltigkeit. Hier erfährst du, wie Greenwashing zu erkennen ist.

Echte Nachhaltigkeit muss auch in der digitalen Welt Priorität haben. Der Strom-, CO2- und Wasserverbrauch des Internets darf nicht unterschätzt werden! Wäre das Internet ein Land, wäre es unter den Top 5 Stromverbrauchern der Welt. Weiter unten findest du Tipps und Tricks, um deinen Webauftritt grüner und nachhaltiger zu gestalten und damit gleichzeitig SEO und Barrierefreiheit zu verbessern!

Pflanze wächst auf Münzen

Greenwashing Beispiele

Unternehmen stellen sich mit Greenwashing als nachhaltiger dar, als sie eigentlich sind. Kund:innen werden also getäuscht: Ihnen wird vorgespielt, dass ihre Kaufentscheidung einen positiven Einfluss auf die Umwelt hätte. Eingesetzt wird Greenwashing vor allem bei Lebensmitteln, aber auch in anderen Branchen ist man nicht sicher! Um diese Täuschung zu erreichen werden verschiedene Strategien eingesetzt:

  • Übertriebene Behauptungen: Ein Unternehmen bewirbt ein Produkt als „100% natürlich“ oder „umweltfreundlich“, obwohl es nur minimale Änderungen an der Verpackung oder den Inhaltsstoffen vorgenommen hat.
  • Verstecken von negativen Auswirkungen: Ein Unternehmen stellt nur die positiven Aspekte seiner Produkte in den Vordergrund. Gleichzeitig verschweigt es schädliche Produktionsprozesse oder Umweltauswirkungen.
  • Irreführende Labels: Produkte werden mit „grünen“ Labels versehen, die den Eindruck erwecken, sie seien umweltfreundlich. Es liegen aber keine unabhängigen Prüfungen oder Zertifizierungen vor.

Es ist wichtig, ein Bewusstsein für diese Strategien zu entwickeln: Wenn ihr wisst, worauf ihr achten müsst, dann kann euch kein Unternehmen etwas vorspielen. Ihr habt den vollen Durchblick!

Hand hält ein Blatt ins Licht

Greenwashing vs. Genuine Green

Echtes „grün“ zu sein bedeutet mehr, als nur ein paar umweltfreundliche Merkmale zu betonen. Es geht um einen umfassenden Ansatz, der alle Aspekte der Produktion, des Vertriebs und der Geschäftsführung umfasst. Nachhaltige Unternehmen machen es sich zur Aufgabe, die Welt durch ihre Produkte ein bisschen zu verbessern. Hier sind einige Merkmale, die ein wirklich nachhaltiges Unternehmen auszeichnen:

  • Transparenz: Unternehmen, die wirklich grün sind, sind transparent über ihre Produktionsprozesse, Lieferketten und die Herkunft ihrer Rohstoffe. Sie verstecken keine negativen Aspekte, sondern arbeiten aktiv daran, ihre Umweltbilanz zu verbessern.
  • Zertifizierungen und Standards: Echte grüne Unternehmen lassen sich durch unabhängige Organisationen zertifizieren. Bekannte Zertifikate wie das „Fair Trade“-Siegel, der „Blaue Engel“ oder das „EU Ecolabel“ sind Beispiele für vertrauenswürdige Prüfungen.
  • Ganzheitlicher Ansatz: Nachhaltige Unternehmen betrachten den gesamten Lebenszyklus eines Produkts – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion und den Vertrieb bis hin zur Entsorgung. Sie setzen auf ressourcenschonende Verfahren, fairen Handel und soziale Verantwortung.
  • Langfristige Ziele: Nachhaltigkeit ist kein kurzfristiger Trend, sondern eine langfristige Verpflichtung. Unternehmen, die wirklich grün sind, setzen sich klare, messbare Ziele, um ihren ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten und arbeiten ständig daran, diese zu erreichen.

Unternehmen, die den Weg der echten Nachhaltigkeit gehen, werben auch damit. Achtet genau auf den Inhalt der (Werbe-)Aussagen, die ein Unternehmen trifft: Greenwashing klingt oft ähnlich, sind aber doch nur leere Worte

Figur von einem Mann sitzt auf Münzen

Warum ist der Unterschied wichtig?

Manche würden sagen, der Unterschied zwischen Greenwashing und Genuine Green sei nicht wichtig. Es ist doch alles nur Marketing. Doch so stimmt das nicht! Ehrlichkeit ist auch im Marketing unerlässlich. Folgende Aspekte sind zu bedenken: 

  • Verbraucherrechte: Als Verbraucher haben wir das Recht, korrekte Informationen über die Produkte, die wir kaufen, zu erhalten. Greenwashing untergräbt dieses Recht und führt dazu, dass wir möglicherweise Produkte unterstützen, die nicht den gewünschten Umweltstandards entsprechen.
  • Vertrauen in Nachhaltigkeit: Wenn Greenwashing überhand nimmt, kann es das Vertrauen in echte nachhaltige Initiativen erschüttern. Menschen könnten anfangen, alle Umweltansprüche skeptisch zu betrachten, was den Fortschritt in Richtung echter Nachhaltigkeit behindert.
  • Umwelt und Gesellschaft: Greenwashing lenkt von den echten Herausforderungen ab, denen wir in Bezug auf Umwelt und Klimawandel gegenüberstehen. Unternehmen, die Greenwashing betreiben, tragen nicht zur Lösung dieser Probleme bei, sondern verschlimmern sie möglicherweise sogar.

Ist mein Webdesign green genug?

Im digitalen Zeitalter darf man den grünen Gedanken natürlich auch in der digitalen Welt nicht verlieren. Durch die steigende Nutzung in den letzten Jahrzehnten ist das Internet zu einer der Industrien geworden, welche die meisten Ressourcen aufwenden muss. Dabei wird vor allem Strom und Wasser benötigt: Etwa 10% des Welt-Stromverbrauchs und Unmengen an Wasser für die Kühlung von riesigen Serverhallen werden tagtäglich ver(sch)wendet, um das Internet am Laufen zu halten. Die Lösung ist natürlich nicht, das Internet einfach nicht mehr zu verwenden. Doch es gibt mehrere Möglichkeiten, euren Webauftritt zumindest nachhaltiger zu gestalten. 

Zuerst müsst ihr wissen, wie green eure Website eigentlich ist! Dafür gibt es verschiedene Tools, wie etwa ecograder, website carbon calculator oder the green web. Führt ihr mit Seiten wie greentelligent.website einen erfolgreichen Test durch, bekommt ihr sogar ein Zertifikat! Wichtig ist es allenfalls, sich die Kriterien dieser Tools vor Verwendung genau anzusehen.

Gängige Messwerte sind etwa:

  • Ladezeiten: Je kürzer die Ladezeiten eurer Webseiten, desto besser! Der geringere Stromverbrauch freut nicht nur das Klima: Nutzer:innen warten durchschnittlich nur etwa 5 Sekunden. Sollte die Seite bis dahin nicht geladen sein, wird sie verlassen und meist nicht nochmals aufgesucht. 
  • CO2-Fußabdruck: Das Treibhausgas CO2 wird bei der Verbrennung freigesetzt – also wenn Strom oder Wärme erzeugt werden soll. Je mehr CO2 in unserer Umwelt, desto wärmer wird es auf der Erde! Wenn wir also Strom sparen, sparen wir gleichzeitig CO2.
  • Auffindbarkeit: Je schneller eure Website gefunden wird, desto weniger Energie verbrauchen Google & Co. Dabei sind der strukturelle Aufbau, die Syntax und die Metadaten auf der Website besonders wichtig: Nur so verstehen Suchmaschinen eure Website.
  • Hosting: Verwendet euer Hoster saubere, erneuerbare Energien in seinen Rechenzentren? Sogar Zertifikate können hier irreführend und von Greenwashing betroffen sein: Der Begriff Ökostrom ist nicht rechtlich geschützt und Zertifikate werden teils von Anbietern weiterverkauft.

Wie wird meine Website nachhaltiger?

Nun wisst ihr, wie gut euer Webauftritt beim Thema Nachhaltigkeit abschneidet. Einige Dinge könnt ihr trotzdem immer tun, um ihn grüner und nachhaltiger zu gestalten! Es muss nicht gleich ein Relaunch sein: Auch kleine Verbesserungen stärken die Nachhaltigkeit. Gleichzeitig helfen fast alle der folgenden Vorschläge auch bei der SEO. Diese Tipps und Tricks sind relativ einfach umzusetzen, aber bewirken Großes!

Reduzieren statt nur kompensieren!

Die Idee von CO2-Kompensation klingt ja gut: Unternehmen investieren in Umweltprojekte, die ihre selbst-ausgestoßenen Treibhausgase ausgleichen sollen. Doch leider reicht es bei der Klimakrise nicht, mit Geld zu werfen – wir müssen handeln! Nur die Reduzierung des Stromverbrauchs einer Website trägt zum wirklichen Klimaschutz bei. Die ausschließliche Kompensation der Emissionen bringt keine Verbesserung hervor. 

Nachhaltiger Webhoster 

Der Großteil des Stroms, der für das Internet verwendet wird, landet in Rechenzentren. Rechenzentren, die mit echtem Ökostrom betrieben werden, sind natürlich klimafreundlicher. Wir von WP-Stars arbeiten etwa mit Toscom zusammen – ihre Hetzner Server werden mit 100% Wasserkraft betrieben und besitzen ein geprüftes Green-Zertifikat!

Aufräumen

Nachhaltige Optimierung geht vorerst auch ohne Webhoster-Wechsel: Sofern eure Seite nicht brandneu ist, könnt ihr zuallererst euren “Müll” aufräumen. Über Monate und Jahre sammeln sich zwangsläufig unnötiger Javascript und CSS Code, kaum verwendete Unterseiten oder veraltetes Design an, welche die Ladezeiten deutlich verlangsamen. Sobald das entfernt wird, läuft es wieder besser!

Außerdem könnt ihr eure Bilder optimieren. Idealerweise liegt deren Größe bei 250kb. Um euch diese Arbeit zu erleichtern, gibt es einige Tools. Wir bei WP-Stars verwenden wir meist Imagify, da es gut mit unserem Caching-PlugIn WP-Rocket zusammen arbeitet. Imagify reduziert die Bildgrößen beim Upload, entfernt die Exif & andere Meta Daten von den Bildern, und kann Versionen im Dateiformat webp erstellen.

Flexibles Webdesign

Baukastensysteme sind besonders gut fürs Klima: Systeme wie WordPress sind flexibel genug, um eure Brand aufzubauen. Trotzdem haben sie nicht unendlich viele Variationen. Das hilft weiter dabei, eure Website so klein wie möglich zu halten – inklusive aller Vorteile, die das mit sich bringt! 

Responsive Webdesign

Responsive Webdesign bedeutet, dass sich die Inhalte einer Website auf das Endgerät anpassen, welches die Nutzer:in verwendet. Da immer mehr Menschen mit dem Smartphone surfen, wird dieser Aspekt immer wichtiger. Vor allem Bildschirmgröße, Bandbreite und Interaktionsmöglichkeiten (Maus, Touchscreen, Sprache, etc.) werden dabei bedacht. Werden responsive Webseiten auf Mobilgeräten geladen, ist die herunterzuladende Datenmenge wesentlich geringer, als etwa bei einem Laptop. Das spart sowohl Strom als auch Treibhausgase! Wie responsive euer Webauftritt wirklich ist, könnt mir mit Tools wie etwa dem Bulk Mobile Friendly Test herausfinden. 

Lazyload

Mit Lazyload werden Bilder erst dann geladen, wenn sie in den sichtbaren Bereich der Nutzer:innen kommen. Das spart viele Ressourcen: Bilder sind ein großer Aufwand! Sollten Nutzer:innen nicht bis zum Ende scrollen, wird kein Strom unnötig verwendet.

Content Delivery Network (CDN)

Ein Content Delivery Network ist sinnvoll, wenn ihr User:innen auf der ganzen Welt hast. Denn CDN verringert die geografische Distanz zwischen Server und User:in, indem Daten auf verschiedenen Servern an verschiedenen Standorten liegen. Bei einem Seitenaufruf springt der Server an, der am nächsten ist. So lädt die Website wesentlich schneller und spart Strom!

Weniger ist mehr!

Generell gilt das Motto: Je kleiner eure Seite, desto besser! Wenn die Größe eurer Seite gering bleibt, wirkt sich das auch positiv auf den Strom-, Wasser-, CO2-Verbrauch und die Ladezeiten aus. Außerdem ist sie weniger fehleranfällig! Schlanker Code bringt sowohl fürs Klima als auch für SEO viele Vorteile.

Weitere Vorschläge und Best Practices findet ihr in den Web Sustainability Guidelines vom World Wide Web Consortium (W3C). Diese Guidelines basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und richten sich an alle, die etwas mit der Bearbeitung von Websites zu tun haben. Aufgeteilt in vier Kategorien (User Experience Design; Web Development; Hosting, Infrastructure and Systems; Business Strategy And Product Management) findet ihr 93 Guidelines, die euch helfen, nachhaltiges Webdesign erfolgreich anzuwenden.

Eure Web Sustainability Partner

hand holding earth & plant

Natürlich sollte jeder und jede beim Klimaschutz mitwirken, um unsere Welt zu retten. Aber nachhaltiges Webdesign hat auch wirtschaftliche Vorteile: Sustainability, digitale Barrierefreiheit und SEO gehen alle Hand in Hand – Verbessert man einen Aspekt des Trios, verbessern sich automatisch alle

Auch der Staat Österreich unterstützt euch auf eurem Weg zur digitalen Nachhaltigkeit: Dank der neuen KMU.DIGITAL & GREEN Förderung erhalten Klein- und Mittelunternehmen finanzielle Unterstützung für Beratung und Umsetzung von Projekten, die ihre digitale Nachhaltigkeit verbessern. 

Diese ganzen Änderungen alleine zu bewältigen kann eine große Herausforderung sein. Webagenturen bieten hier Abhilfe: Wir greifen euch mit Beratung und Umsetzung unter die Arme. Unsere zertifizierte Beraterin Rita Skof-Peschetz kümmert sich gerne um die Abwicklung. Doch auch hier muss auf Nachhaltigkeit geachtet werden! Schließlich zählt nicht nur das Ergebnis der Arbeit, sondern auch, wie es zustande kam. 

Wir von WP-Stars sind stets darauf bedacht, einen positiven Einfluss auf unsere Umwelt und unsere Mitmenschen auszuüben. Ob KMU.DIGITAL Förderungen, allgemeine Beratung oder konkrete Umsetzung – wir stehen euch gern zur Seite. Schreibt uns eine Nachricht!

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