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Max Reisinger: 10 Jahre mit WordPress

Geschäftsführer Max Reisinger feiert WordPress Jubiläum – ein Blick zurück und nach vorne

Vor 10 Jahren kam Max Reisinger, Geschäftsführer von WP-Stars, erstmals mit WordPress in Berührung. Seither hat er nicht nur unzählige Projekte mit dem Content-Management-System umgesetzt, sondern auch jegliche Entwicklungen der Community hautnah miterlebt. Im Gespräch teilt er seine Erfahrungen und blickt zurück auf Erfolge und Herausforderungen mit WordPress. 

Die ersten Schritte mit WordPress 

Der Einstieg in die Welt von WordPress kam eher zufällig: Über das Unternehmen seiner Eltern, das eine Website benötigte. „Ich habe die Seite damals übernommen und lernte so durch den ursprünglichen Programmierer WordPress kennen“, erzählte Max. Aus dieser ersten Begegnung wurde schnell eine Leidenschaft und nun sind es schon 10 Jahre in denen WordPress als zentrales Werkzeug dient. 

Community zwischen Höhen und Tiefen

WordPress ist für Max mehr als nur ein technisches Werkzeug. Besonders die jährlichen WordCamps, die auch in Wien stattfinden, sind für ihn ein zentraler Teil der Erfahrung.

„Bei diesen Veranstaltungen treffen sich Menschen, die alle mit demselben Tool arbeiten. Dieses gemeinsame Verständnis verbindet und wir selbst durften schon mehrmals ein WordCamp in Wien ehrenamtlich organisieren.“ 

Doch nicht alles war immer positiv. Entscheidungen von WordPress-Gründer Matthew Mullenweg hätten die Community teilweise stark belastet. Mullenweg begann Rechtsstreitigkeiten mit kleineren, von WordPress abhängigen Unternehmen. „Das hat einen bitteren Beigeschmack hinterlassen und man merkte, wie die Motivation in der Community nachließ.“

Entwicklung in 10 Jahren

In einem Jahrzehnt hat sich WordPress stark verändert. Bemerkbar machten sich in den letzten 10 Jahren zum Beispiel die Anpassungen der rechtlichen Rahmenbedingungen – vor allem in Europa. „Technisch gesehen hat WordPress zwar den Sprung vom Blogtool zum vielseitigen CMS geschafft, doch in vielen Köpfen galt es noch lange als reines Blogging-Werkzeug.“ 

Dass WordPress heute von großen Playern wie der Website des Weißen Hauses genutzt wird, zeigt jedoch, dass es längst ein sicheres und professionelles System ist – natürlich wurde auch unsere WP-Stars Website mit WordPress erstellt. 

Stärken und Grenzen des Systems

Warum WordPress auch nach 10 Jahren noch überzeugt? Für Max liegt die Stärke klar in der Flexibilität: „Man kann klein anfangen und groß skalieren. Mit den richtigen Erweiterungen ist sowohl einfache Content Creation als auch ein komplexer Onlineshop möglich.“ 

Als Beispiel nennt er die Landwirt Agrarmedien GmbH, für die WP-Stars 2018 eine Website erstellte und 2019 ein zusätzlicher Shop folgte. Dieser wird bis heute durch neue Funktionen, wie eine CRM Anbindung, Schnittstellen zu Logistik-Partnern, uvm. erweitert. „Solche Erweiterungen sind mit WordPress unkompliziert möglich, genau das macht es so vielseitig.“ 

Doch Max betont auch, dass WordPress nicht für jedes Projekt die richtige Wahl ist.

„Am wichtigsten ist, die Anforderungen und Ziele des Kunden zu verstehen. Wenn WordPress passt, dann passt es, doch nicht jedes Projekt ist damit optimal aufgehoben.“

Blick in die Zukunft

Trotz aller Stärken sieht Max auch Verbesserungspotenzial. Ein großes Thema sei die Mehrsprachigkeit: „Seit vielen Jahren wird versprochen, dass WordPress diese Funktion im Core integriert, doch bis heute ist nicht viel passiert. Derzeit muss man auf Plug-Ins zurückgreifen, aber da mangelt es oft an Qualität.“ 

Auch mögliche Konflikte in der Zukunft zwischen WordPress und großen Tools wie Elementor, die sich abspalten könnten, beobachtet er mit Spannung. 

Erfolgsmomente

Auf die Frage nach einem Lieblingsprojekt muss Max schmunzeln: „Es gibt kein einzelnes Herzensprojekt, eher viele kleine Erfolgserlebnisse.“ Besonders stolz sei er, wenn Kundenprojekte langfristig Früchte tragen.

„Wenn man sieht, wie ein Shop, den wir gebaut haben, viele Besucher und Umsatz generiert, das macht einen schon stolz.“ 

Fazit

Zehn Jahre mit WordPress sind für Max eine Reise voller Veränderungen, Chancen und Herausforderungen. Trotz Kritik an der Führung und ungelösten Themen wie Mehrsprachigkeit überwiegt für ihn der Nutzen: ein flexibles System, das kleine und große Projekte gleichermaßen tragen kann. 

„Wordpress ist nicht die Lösung für jedes Vorhaben, aber wenn es passt, dann passt es wirklich“, fasst er zusammen.